Inklusion

‚Takiwatanga‘ – das wunderbare Maori-Wort für Autismus

Te Reo Māori ist die polynesische Sprache des indigenen Volks der Māori in Neuseeland. In dieser sehr alten und inzwischen bedrohten Sprache gibt es für viele Behinderungen, psychische Erkrankungen und Suchterkrankungen keine entsprechenden Wörter.

Keri Opai hat in Zusammenarbeit mit der Gemeinschaft behinderter Māori für das Te Pou o te Whakaaro Nui  – ein nationales Zentrum, das zu psychischer Gesundheit, Suchterkrankungen und Behinderung in Neuseeland forscht – ein Glossar entwickelt, das mehr als 200 neu geschaffene Māori Wörter, Begriffe und Whakatauki (Sprichwörter) enthält. Ihnen war bei dieser Arbeit besonders wichtig, dass die Begriffe nicht wertend sind.

„Meiner Erfahrung nach neigen Menschen mit Autismus dazu, ein eigenes Timing, eine eigene Vorstellung von Distanz, Tempo und damit einen ganz eigenen Lebenssrhythmus zu haben“, sagte Keri Opai. „Deshalb habe ich Autismus in Te Reo als ‚takiwatanga‘ – ’seine oder ihre eigene Zeit und Raum‘ interpretiert.“

Keri Opai berichtet, dass das Wort gemeinsam mit der Community behinderter Māori entwickelt wurde und bewusst bestärkend ist.

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