Gesellschaft

Spekulation über Autismus von Donald Trumps Sohn „verantwortungslos“

Der autistische Autor Matthew Rosza bezeichnet in seinem Artikel auf Salon.com die Spekulationen, ob Donald Trumps Sohn Autist sein könnte, als „verantwortungslos“.

In seinem Text zitiert er verschiedene Experten zum Thema. So stellt Morénike Giwa Onaiwu fest: „Es scheint, dass viele, die darüber spekulieren, ob Barron Trump autistisch ist, dies auf eine stigmatisierende Art und Weise machen – als würden sie eine heimliche Schande outen. Als Autistin finde ich das sehr beleidigend. Egal, ob Barron Trump Autist ist oder nicht, ist das nichts, wofür er sich schämen müsste. Zudem sind sowohl Diagnose als auch Offenheit darüber etwas Persönliches, und er ist ein 10jähriges Kind, das ohnehin der Öffentlichkeit ausgesetzt ist.“

Der Autor selber stellt in seinem Beitrag fest, dass die Herausforderungen und Probleme, die mit Autismus einhergehen häufig mit der Intoleranz und Grausamkeit der Umwelt zu tun haben – nicht zwingend mit der eigenen Neurodiversität.

Ob Barron Trump Autismus hat, ist keine Frage, der man sich widmen sollte. Viele amerikanische Autist*innen fordern stattdessen dazu auf, stattdessen seinen Vater lautstark zu kritisieren und in die Verantwortung zu nehmen. Schließlich wirken sich seine geplanten Änderungen des Gesundheitssystems auf alle Autist*innen aus. Julie Sokolov: „Sollte Barron Trump Autist sein, stehen ihm die besten Spezialisten, die besten Ärzte und die bestmögliche Bildung und Förderung zur Verfügung. Währenddessen droht sein Vater einfachen Amerikanern im und außerhalb des Spektrums mit dem Entzug grundlegender Gesundheitsversorgung und Bildung. Ich mache mir vor allem Sorgen um Familien mit autistischen Kindern, die ein niedriges Einkommen haben. Sie sind doppelt gefährdet.“

Welche Auswirkungen das Stigmatisieren von Autismus hat, beschreiben wir ausführlich im AutismusFAQ.

Tagged , ,

Posted by on .